Spitalplanung

Um eine bedarfsgerechte und effiziente Spitalversorgung zu gewährleisten, erteilt die Gesundheitsdirektion Leistungsaufträge an Spitäler und Kliniken. Dazu beurteilt sie die Wirtschaftlichkeit, Qualität und Wirksamkeit von Behandlungsangeboten. Zudem schätzt sie aufgrund der demografischen und medizintechnischen Entwicklung den künftigen Bedarf an Dienstleistungen im Zürcher Gesundheitswesen und fördert die hochspezialisierte Medizin an universitären Spitälern und spezialisierten Zentren. 

  • Leistungsauftrag
    In den Spitallisten sind Spitäler und Kliniken aufgeführt, die vom Kanton Zürich einen Leistungsauftrag haben. Sie sind berechtigt zu Lasten der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung abzurechnen und erhalten vom Kanton Zürich für die stationäre Behandlung der Zürcher Patienten einen Kantonsbeitrag.
  • Mindestfallzahlen
    In Leistungsaufträgen hält die Gesundheitsdirektion die Anforderungen an die Spitäler und Kliniken fest. Ein wichtiges Kriterium sind die Mindestfallzahlen, denn grundsätzlich gilt: Mit steigender Fallzahl steigt die Qualität der Behandlung und sinkt das Risiko, dass bei einem Eingriff Fehler passieren. 
  • Ausbildungsplätze
    Zudem sind die Spitäler verpflichtet, entsprechend ihren Möglichkeiten Ausbildungsplätze zu bieten. Damit soll sichergestellt werden, dass im Kanton Zürich künftig genügend Fachkräfte vorhanden sind. 
  • Patientenzahl wird wachsen
    Die Gesundheitsdirektion rechnet damit, dass im Jahr 2025 in Zürcher Spitälern fast ein Fünftel mehr Patienten stationär behandelt werden als heute. Das von den Spitälern geplante Leistungsangebot deckt sich ziemlich genau mit dem erwarteten Bedarf: 4970 Betten sollen dann in Zürcher Spitälern zur Verfügung stehen. 

 

«Es kann und darf nicht darum gehen, möglichst viele Vorschriften zu produzieren, sondern mit sowenig Vorschriften wie möglich eine optimale Wirkung für den Patientennutzen zu erzielen»

Daniel Kalberer, Geschäftsleiter VZK

KEINE ANZEICHEN FÜR EIN ÜBERANGEBOT IM KANTON

Hospitalisierungen in der Schweiz nahmen seit 1992 um 23 % zu. Der Bedarf an Spitalleistungen wird weiterhin im selben Tempo und im Gleichschritt mit der Bevölkerungsentwicklung steigen. Bis anhin fing das Gesundheitswesen die zunehmenden Behandlungen über eine kürzere Aufenthaltsdauer auf. Das ist nicht zuletzt dank der laufenden Verlagerung weg von stationären hin zu ambulanten Behandlungen möglich. Angesichts des rasanten Bevölkerungswachstums, des stagnierenden Bettenangebots und des begrenzten Optimierungspotenzials bei der Behandlungszeit sind die laufenden Investitionen in die Spitalinfrastruktur notwendig. Dies gilt umso mehr, als Zürich im Vergleich zu anderen Grossregionen ein unterdurchschnittliches Bettenangebot vorweist.

Forderungen des VZK

  • Die Grundversorgung erfolgt so patientennah wie möglich und ist deshalb regional zu verteilen. Hoch spezialisierte Medizin ist auf wenige Standorte zu konzentrieren, wobei zentralen Lösungen der Vorzug zu geben ist, sofern nicht dezentrale Lösungen auf einem gleichwertigen Qualitäts- und Kostenniveau angeboten werden können. 
  • Die Listenspitäler untereinander sind mit gleichen Rechten und Pflichten ausgestattet, unabhängig von ihrer Trägerschaft oder Rechtsform. 

 

02.10.2017

Änderungen in der Spitalplanung per 1.1.2018

Kategorie: News

Am 23. August 2017 hat der Regierungsrat beschlossen, die Spitallisten per 1. Januar 2018 respektive 1. Januar 2019 anzupassen. Weil sich damit die Regeln während des Spiels ändern, haben die Regionalspitäler am 2. Oktober 2017 Beschwerde erhoben.

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