Elektronisches Patientendossier

Menschen sind mobil: Sie wechseln den Kanton, die Krankenkasse, den Arzt oder reisen ins Ausland. So passiert es, dass im entscheidenden Moment die richtigen Gesundheitsinformationen fehlen oder mühsam zusammengesucht werden müssen. Jedenfalls solange, als die Systeme der verschiedenen Akteure ungenügend oder gar nicht vernetzt sind. Im internationalen Verlgeich liegt die Schweiz bei den elektronischen Gesundheitsdiensten im Rückstand.

eHealth ist ein junges Fachgebiet, welches das Gesundheitswesen ins digitale Zeitalter führt. Damit eHealth wirklich nützt, muss die Strategie national geplant und koordiniert werden. Die Kompetenzen im Gesundheitswesen liegen jedoch bei den einzelnen Kantonen. Deshalb haben der Bund und die Kantone eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen und mit ehealthsuisse ein Koordinationsorgan geschaffen. 

«Ziel ist es, mehr Sicherheit und Qualität im Gesundheitswesen zu schaffen und langfristig zur Stabilisierung der Kosten beizutragen.»

Daniel Kalberer, Geschäftsleiter VZK

Die richtigen Daten zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Das elektronische Patientendossier ermöglicht Patienten, am Computer ihre Dokumente abzurufen, seien das nun Röntgenbilder, Laborberichte oder Medikamentenlisten. Sie können zudem Ärzten den Zugriff auf diese Informationen ermöglichen. Im Vorreiterkanton Genf sind elektronische Dossiers schon seit einigen Jahren im Gebrauch. Dies soll auch im Rest der Schweiz so sein: Im April 2017 ist das entsprechendes Bundesgesetz in Kraft getreten.

Freiwillig oder obligatorisch?

Patienten bleibt es jederzeit freigestellt, ob sie ein E-Dossier eröffnen wollen oder nicht. Spitäler müssen drei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes das E-Dossier anbieten können, Heime nach fünf Jahren. Für Arztpraxen, Spitex oder Apotheken ist die Teilnahme freiwillig.

Stammgemeinschaft im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich bauen die Gesundheitsdirektion und der Trägerverein XAD gemeinsam eine Stammgemeinschaft für die Einführung des elektronischen Patientendossiers auf. Die Stammgemeinschaft soll Bürgern und Patienten über den Kanton Zürich hinaus ein einheitliches Zugriffsportal und den Leistungserbringern Investitionsschutz und einen effizienten Betrieb sowie eine optimale Kommunikation untereinander ermöglichen. 
 
Weitere Informationen finden Sie unter www.axsana.ch
 

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15.09.2017

E-Health-Plattform nimmt konkrete Formen an

Kategorie: News

Die axsana ag wurde als Betriebsgesellschaft für die Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) gegründet. Über diese Plattform können medizinische Daten einfach und sicher ausgetauscht werden. Kürzlich schloss sich auch der Kanton Bern dem Projekt an. Wie es dazu kam und wie das Projekt ­verläuft, erklärt der Geschäftsführer der axsana ag, Samuel Eglin, im Interview mit der netzwoche.

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