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VZK-Ökologie-Tagung
Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und ein angenehmes Raumklima gewinnen im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung. Doch welche Temperatur ist in Spitälern und Gesundheitseinrichtungen optimal? Welche Erkenntnisse liefern Neubauten hinsichtlich Energieverbrauch, Komfort und Betrieb? Die Tagung „Green Hospital – Was ist die optimale Temperatur? Und was bringt der Neubau?“ bietet Fachpersonen die Möglichkeit, aktuelle Fragestellungen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und wertvolle Erkenntnisse für die eigene berufliche Praxis zu gewinnen. Neben spannenden Fachreferaten stehen der praktische Erfahrungsaustausch sowie die Vernetzung der Teilnehmenden im Fokus. Zudem können die Teilnehmenden aus drei angebotenen Workshops zwei auswählen und dadurch individuelle Schwerpunkte setzen.
Datum: Mittwoch, 30. September 2026
Zeit: 13:00 – 18:00 Uhr
Ort: VZK, Nordstrasse 15, 8006 Zürich, Sitzungszimmer EG neben Haupteingang
Kosten
– VZK-Mitglied (Mitarbeitende einer VZK-Institution): kostenlos
– Kein VZK-Mitglied: CHF 100.-
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Digitale Souveränität
Wer entscheidet über die Behandlung der Patientinnen und Patienten? Mit der zunehmenden Digitalisierung und dem Einsatz künstlicher Intelligenz eröffnen sich nie dagewesene diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. Gleichzeitig stellen sich neue Fragen: Wie verhindern wir eine Anbieterabhängigkeit (Vendor Lock-in), bei der technische, finanzielle oder vertragliche Bedingungen diktiert werden? Wie erhalten Gesundheitseinrichtungen ihre Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit im digitalen Raum? Und wie lässt sich eine qualitativ hochstehende und zweckmässige Patientenversorgung langfristig sichern? Was bedeutet digitale Souveränität? Lesen Sie mehr dazu im Newsletter.
Digitalradar
Digitalradar: Strategischer Kompass für die digitale Transformation Wo steht das digitale Gesundheitswesen heute? Der digitale Reifegrad zeigt auf, wie weit eine Gesundheitsorganisation in ihrer digitalen Transformation fortgeschritten ist. Um diesen messbar und vergleichbar zu machen, hat der VZK die Plattform ‹digitalerreifegrad.ch› entwickelt. Das Herzstück bildet der Digitalradar – ein Instrument zur objektiven Standortbestimmung für Schweizer Leistungserbringer.
Der Praxisbericht von Silvia Pflüger, CEO der Stiftung Amalie Widmer (SAWH) in Horgen, schildert eindrücklich, welche Erfahrungen ihr Pflegezentrum mit dem Instrument gemacht hat und welche Fortschritte dadurch sichtbar wurden.
Ökologie im Gesundheitswesen
Seit 35 Jahren berät und unterstützt die VZK-Ökologiekommission Spitäler, Kliniken und Pflegezentren in Fragen rund um Nachhaltigkeit, Ökologie und Entsorgung. Präsidentin Simone Weiss gibt im Interview Einblicke in ihre Motivation und die aktuellen Schwerpunkte der Kommission.
150 Jahre Kantonsspital Winterthur (KSW)
Das KSW ist seit 150 Jahren fest in Winterthur und der Region verankert. Im Interview erläutert der CEO Guido Speck die heutige und zukünftige Rolle des Spitals sowie die erfolgreichen Massnahmen zur Stärkung der Arbeitgeberattraktivität.
Die Tagung der VZK-Ökologiekommission widmete sich der Nationalfonds-Studie «Green Hospital», welche die Handlungsfelder aufzeigt.
Die grössten Umweltauswirkungen von Spitälern entstehen nicht vor Ort, sondern vorgelagert in der Wertschöpfungskette – wie beispielsweise durch eingekaufte Güter. Dies zeigt die Relevanz einer nachhaltigen Beschaffung auf.
Die grössten Hebel für nachhaltige Spitäler sind der Bau langlebiger, ressourceneffizienter Spitalgebäude, der Betrieb mit erneuerbaren Energien sowie die Verwendung pflanzlicher Lebensmittel und die Verringerung von Lebensmittelabfällen.
Die Ökologiekommission des VZK führt alle zwei Jahre eine Tagung zu Themen rund um Ökologie und Spitalwesen durch. Im Jahre 2021 stiess die Jubiläumstagung mit Fokus auf die Kreislaufwirtschaft anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Kommission auf grosses Interesse. Dieses Jahr stand nun das Thema «Green Hospital» im Fokus.
Unter der kompetenten Leitung durch Matthias Spielmann, Präsident der VZK-Ökologiekommission und CEO GZO Spital Wetzikon, wurden engagierte Referate gehalten und interessante Diskussionen zu den Nachhaltigkeitsherausforderungen und Lösungsansätzen geführt.
Neben der Sicherung der qualitativ hochstehenden Gesundheitsversorgung der Schweizer Bevölkerung erbringt das Gesundheitswesen als grösster Arbeitgeber der Schweiz eine erhebliche Wertschöpfung. Mit dieser Wertschöpfung geht eine Umweltbelastung einher, die es zu reduzieren gilt.
Im Rahmen des Schweizerischen Nationalfonds-Projektes «Green Hospital» wurde ein Spital als nachhaltig bezeichnet, wenn es die Wirkung auf die Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft über den gesamten Lebenszyklus stetig optimiert.
Die Studie hat ergeben, dass das Catering und die Infrastruktur die höchsten Anteile an der Umweltbelastung haben. Zusammen mit Wärme, Strom und Medikamenten machen sie 75% aus.
Die grössten Umweltauswirkungen von Spitälern entstehen nicht vor Ort, sondern vorgelagert in der Wertschöpfungskette – wie beispielsweise durch eingekaufte Güter. Dies zeigt die Relevanz einer nachhaltigen Beschaffung auf.
Die grössten Hebel für nachhaltige Spitäler sind der Bau langlebiger, ressourceneffizienter Spitalgebäude, der Betrieb mit erneuerbaren Energien sowie die Verwendung pflanzlicher Lebensmittel und die Verringerung von Lebensmittelabfällen.
Das Best Practice Beispiel der Hirslanden Gruppe zeigte auf, dass es in den Betrieben einen strategischen Zugang zum Thema braucht mit einer klar bezeichneten Stelle, die alle Bereiche involviert. Green Hospital muss im gesamten Betrieb verankert sein und gelebt werden, z.B. mit der Einführung von vegetarischen Tagen in den Personalrestaurants. Nachhaltigkeit bedarf eines gemeinsamen Vorgehens mit positiven Erlebnissen. Es braucht Bewegung in den Köpfen der Mitarbeitenden. Und Nachhaltigkeit ist Chefsache.
Das Beispiel des Kantonsspitals Graubünden zeigte die Erfolgsfaktoren beim Ausbau der Photovoltaik auf. Auch bei der Stromversorgung sind die vorgelagerten Lieferketten ausschlaggebend. Die Umstellung von fossiler zu erneuerbarer Stromversorgung hat somit einen besonders positiven Effekt.
Matthias Spielmann, Präsident der VZK-Ökologiekommission und CEO GZO Spital Wetzikon, sagt: «Die Umweltbelastungen in den Lieferketten und in der Rohstoffgewinnung sind deutlich grösser als die betrieblichen Umweltbelastungen. Der Fokus muss darum auf die vorgelagerten Wertschöpfungsketten gelegt werden. Diese Erkenntnis muss von jedem Betrieb individuell umgesetzt werden, sei es im Bereich der nachhaltigen Infrastruktur, des Betriebs mit erneuerbaren Energien oder dem Thema Food-Care / Food-Waste. Die VZK-Ökologiekommission freut sich, wenn sie dazu als Katalysator wirken kann.»
Zum Start widmeten wir uns dem Thema Umweltbelastung versus Wertschöpfung des Gesundheitswesens und seiner Lieferketten. Danach liessen wir uns inspirieren von einem nachhaltigen Betrieb in den Schweizer Alpen, um dann von den Erkenntnissen aus dem Nationalfonds-Forschungsprojekt «Green Hospital» zu erfahren. Im Anschluss lernten wir dann ein erstes konkretes Beispiel kennen zur Ausarbeitung und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie in einer Spitalgruppe. Nach der Pause folgten die Angebote zu Energie, Klima und Nachhaltigkeit des Vereins Ingenieur Hospital Schweiz (IHS) und der realisierte Ausbau der Photovoltaik im Kantonsspital Graubünden. Zum Abschluss fragten wir uns, ob und wie ein CO2-neutrales Spital funktioniert.
Als besonderen zusätzlichen Leckerbissen boten wir eine optionale Führung durch das unterirdische «Nervenzentrum» des Hauptbahnhofs Zürich. Sie konnten dabei die unterirdische Ver- und Entsorgungsstruktur des gewichtigsten Bahnhofs der Schweiz besichtigen, welcher sich in unmittelbarer Nähe zu unserem Tagungsort befindet.
Patronat: H+ Die Spitäler der Schweiz
Die Jubiläumstagung fand im Zoo Zürich statt und widmete sich dem Thema «Kreislaufwirtschaft» und den verschiedenen Facetten aus Sicht der Gesundheitsinstitutionen. Zum Start überbrachte uns Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Zürich, eine Grussbotschaft zum Jubiläum. Danach tauchten wir in das Thema «Kreislaufwirtschaft» ein, zunächst aus übergeordneter, auch internationaler Betrachtung.
Anschliessend folgten Inputs zu «Food Care – Food Waste», zur Herausforderung «Wäscherei» und zum sorgsamen Umgang mit den Ressourcen. Den Abschluss machte der Zoo Zürich gleich selber, mit dem Thema «Nachhaltigkeit im Zoo Zürich, eine tierische Herausforderung».
Patronat: H+