Die Corona-Pandemie hat einmal mehr gezeigt, dass sich die Zürcherinnen und Zürcher auf eine hervorragende Spitalversorgung verlassen können. Die dezentrale, wohnortnahe Spitallandschaft hat sich als ausschlaggebend bei der Bewältigung der Krise erwiesen. Insbesondere haben sich dadurch die Patientenströme auf verschiedene Standorte verteilt. So konnte das ganze System entlastet werden. Die Spitäler haben keine Sekunde gezögert. Die Wahl Eingriffe wurden sofort gestoppt. Innerhalb von kürzester Zeit wurden Isolierstationen geschaffen und zusätzliche Betten für die Intensivpflege zur Verfügung gestellt. Alle Möglichkeiten zur Bereitstellung der nötigen Kapazität wurden ergriffen. Ihre Verpflichtungen und den von Bund und Kanton erteilten Auftrag haben sie jederzeit vollumfänglich und mit höchster Präzision wahrgenommen.
Corona hat für die Spitäler zu erheblichen Mehrkosten geführt. Sie mussten grosse Kapazitäten aufbauen, hatten hohe Infrastruktur und Materialkosten und die Behandlungen von COVID19Patientinnen und Patienten sind bei Weitem nicht kostendeckend. Ein riesiger Einnahmeausfall verursachte zudem das von Bund und Kanton verordnete Behandlungs und Operationsverbot. Vom 17. März bis 26. April 2020 durften keine «nicht dringend angezeigte» medizinische Eingriffe und Therapien durchgeführt werden. Die Kantonsregierung geht von einem Ausfall von 383 Millionen Franken aus. Davon will sie bloss 125 Millionen übernehmen. Das entspricht jenem Kostenbeitrag, den der Kanton durch das Behandlungsverbot eingespart hat. Der Kanton hält sich «schadlos» und lässt die Spitäler im Regen stehen. Klatschen war gratis. Die grosse Solidarität scheint verflogen zu sein.
Das Loch von 258 Millionen Franken ist für die Spitäler nicht tragbar. Schon vor der CoronaKrise kämpften sie mit Tarifen, die nicht kostendeckend waren. Die bereits verursachten Kosten in Millionenhöhe können deshalb nur durch einen Leistungsabbau eingespart werden. Der grösste Ausgabeposten sind die Fachkräfte. Da ist es naheliegend, dort einzusparen. Damit sind die Arbeitsplätze in den Zürcher Spitälern nicht mehr gesichert. Diese zusätzliche Belastung gefährdet die Gesundheitsversorgung im Kanton.